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Nur mein Teamkollege Dirk war im zweiten Rennen noch vor mir und
mit den Plätzen drei und vier und somit einem Podestplatz kann
man wirklich zufrieden sein.
Freies Training und Qualifying
In den beiden freien Trainings haben mein Ingenieur und ich ein
wirklich gutes Auto hingestellt. Der Test den wir am Montag in Brünn
nach dem Rennen hatten, hat sich ausgezahlt. So bin ich dann auch
ziemlich motiviert in das Zeittraining gegangen und konnte mit dem
ersten Satz Reifen auf den dritten Platz mit 0.5 Sec Vorsprung auf
meinen Teamkollegen fahren. Mit meinem zweiten Satz neuer Reifen
hatte ich dann Probleme mit einer Gelbphase am Ende von Start und
Ziel und konnte diesen Satz nicht richtig nutzen. Am Ende bin ich
dann doch Dritter geblieben, was für mich in der ETCC das bis
jetzt beste Ergebnis im Zeittraining bedeutet. Das waren super Voraussetzungen
für das Rennen, da wir besser starten als die Alfas und das
Überholen in Jarama eigentlich nicht so einfach ist.
1. Rennen
Wie eigentlich erwartet konnte ich beim Start gleich beide Werksalfas
überholen und lag erst mal in Führung. In der zweiten
Runde hab ich aber schon gemerkt, dass Giovanardi mit mir spielte
als er auf Start und Ziel neben mich fuhr und dann wieder vom Gas
ging. In Runde 4 ist er dann auf Vollgas geblieben, ohne Windschatten
an mir vorbeigefahren und vor mir wieder eingeschert. Im Augenblick
kämpfen wir mit ziemlich stumpfen Waffen. In Runde 6 ist dann
auch Larini in der gleichen Manier an mir vorbeigeblasen. Von da
an war das Rennen für mich recht langweilig da die Alfas vorne
weg waren und mein Teamkollege nicht wirklich Druck auf mich ausüben
konnte, da er mit einem kaputten Gaspedal zu kämpfen hatte.
2. Rennen
Im zweiten Rennen hatte ich dann neue Reifen und hab mir noch mal
einiges vorgenommen. Ich hatte wieder einen tollen Start und war
schon direkt hinter dem vor mir gestarteten Alfa von Ruperti und
neben Dirk, als mir Dirk in die Türe fährt und mich fast
in die Boxenmauer drückt. Ich glaub das sollte unter Teamkollegen
eigentlich nicht passieren. Dirk konnte dann vor mir in Turn 1 einbiegen.
Da Dirk im zweiten Rennen auf gebrauchten Reifen unterwegs war konnte
sich vorne Ruperti in 3 Runden schon über drei Sekunden absetzen.
Von hinten waren dann auch wieder die zwei Alfas von Larini und
Giovanardi am drücken, da immer die ersten sechs des ersten
Rennens für das zweite Rennen in umgedrehter Reihenfolge starten
müssen. Beim Doppelsieg im ersten Rennen kamen diese beiden
also jetzt von Startplatz 5 und 6. Nachdem ich gemerkt hatte, dass
sich Dirk ziemlich stark gegen mich wehrt hab ich die beiden Alfas
dann vorbei gelassen und gehofft so mit an Dirk vorbei zu kommen.
Larini und Giovanardi haben Dirk dann aber an einer fast unmöglichen
Bergaufpassage überholt und haben damit wieder mal gezeigt
wie viel Qualm sie haben. Ich habe dann noch ein paar mal versucht
Dirk zu überholen, wollte aber natürlich einen Kontakt
zwischen Teamkollegen vermeiden. Dirk hat wirklich geschickt und
fair geblockt was uns als Paket auch nicht viel langsamer gemacht
hat. So konnten wir beide noch kurz vor Schluss an Ruperti vorbeigehen,
der wohl mit abbauenden Reifen zu kämpfen hatte. Platz 4 bedeutet
für mich aber wieder 3 Punkte.
Bis zum nächsten Rennen in Schweden haben wir jetzt ein paar
Wochen Zeit und ich hoffe, dass wir in dieser Zeit ein paar Schritte
nach vorne machen. Sonst wird die Meisterschaft langweilig. Wir
müssen im Augenblick doppelt so hart arbeiten, da Alfa Romeo
ja auch nicht stehen bleiben wird und Volvo, die in Jarama ein ziemlich
verkorkstes Wochenende hatten, in Anderstorp eine Heimvorteil haben
werden. Wir brauchen im Augenblick erst einmal ein wenig mehr Druck
unter der Motorhaube und da wir für Schweden die Motoren wieder
tauschen dürfen, hoffe ich, dass da was passiert.
Jetzt noch mal vielen Dank für Euer Interesse und den nächsten
Bericht gibt es dann am 02.07. nach dem Rennen in Anderstorp!
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