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Die Alfas scheinen für uns im Augenblick wieder unerreichbar,
aber als bester BMW in der Meisterschaft darf man eigentlich nicht
schimpfen!
1. freies Training
Am Ende des Trainings war ich fünfter, was eigentlich nicht
so schlecht ist, wenn man bedenkt, dass wir uns in Enna auf Alfa-Terrain
befanden und ich mit 30 kg. Ballast unterwegs war. Nach 8 Runden
ist mir der Lichtmaschinenriemen abgesprungen. Da damit auch die
Wasserpumpe angetrieben wird, ist natürlich die Wassertemperatur
hoch gegangen und ich bin dann nur noch langsam ohne Motor in die
Box gerollt um den Motor nicht kaputt zu machen. Meine Jungs haben
den Riemen wirklich sauschnell gewechselt und ich konnte noch mal
für eine Runde auf die Strecke. Einen richtigen Rhythmus hatte
ich jedoch nach der ersten halben Stunden im freien Training noch
nicht.
Über das zweite Training sollte man eigentlich gar nicht reden.
In der ersten gezeiteten Runde bin ich gleich über einen Randstein
gefahren und hab mir den Frontspoiler samt Ölkühler abgerissen,
ich Depp. Damit war das zweite freie Training für die Tonne.
Qualifying
Für das schlechte freie Training das ich hatte, war ich
mit dem Qualifying ziemlich zufrieden. Mit nur 3 Zehntel Sekunden
Abstand auf meinen Teamkollegen Dirk Müller, konnte ich mich
für den fünften Startplatz qualifizieren. Ich habe dabei
jedoch alle meine drei Satz Reifen verbraucht. Allerdings hat das
in Enna nicht soviel ausgemacht, da ich mit jedem Satz nur 2 Runden
gefahren bin und endlich mal keinen Reifen mit einem Bremsplatten
versehen habe! In der letzten Runde wollte ich dann noch mal alles
rauspressen und habe mit dem Heck einen Reifenstapel berührt.
Es hat mir aber nur die hintere Kotflügelverbreiterung abgerissen,
das Auto war ansonsten ok.
1. Rennen
Eigentlich wie immer war der Start der BMW's sehr gut, so auch
meiner. Ich konnte gleich einen Platz gutmachen und mich schon nach
dem Start an die 4. Position setzen. In Runde 2 wurde ich dann von
Roberto Colciago, der einen 3. Werksalfa fuhr, angegriffen. Roberto
ist mir nach einer schnellen Schikane mit seinem Vorderrad auf mein
Hinterrad gefahren und hat sich dabei einen Reifen kaputt gefahren.
Der Rest dieses Rennens war für mich eher langweilig. Die beiden
Alfas und mein Teamkollege Dirk konnten sich vorne leicht absetzten
und ich hatte nach einigen Runden einen guten Abstand zu Fredrik
Ekblom. So war dann auch der Zieleinlauf: Giovanardi, Larini, Dirk
Müller und dann ich.
2. Rennen
Das zweite Rennen war für mich eines der spektakulärsten
Rennen in meiner bisherigen Karriere! Wie immer wurden die ersten
sechs des 1. Rennens für das 2. Rennen in umgekehrter Reihenfolge
aufgestellt. Ich stand somit also auf Startplatz 3. Da vor mir Fabrizio
de Simone und Fredrik Ekblom standen, die beide BMW fahren, hatte
ich da natürlich keinen Startvorteil. Ich fuhr so als dritter
in die erste Kurve. In der 1. Runde haben sich De Simone und Ekblom
so hart bekämpft, dass sich dahinter eine richtige Schlange
gebildet hatte.
In der zweiten Runde sind Fredrik und ich dann an de Simone vorbeigegangen,
allerdings war da Giovanardi schon auf Position drei vorgefahren.
In den nächsten 3 Runden musste ich dann wirklich hart kämpfen
um mir Giovanardi vom Hals zu halten und andererseits den etwas
langsameren Ekblom zu überholen. Das habe ich dann auch in
Runde 5 geschafft. Ich konnte Freddy an der Aussenseite in der letzten
Schikane vor Start und Ziel überholen. Leider wischte auch
Giovanardi mit an Ekblom vorbei, so dass ich den Italiener weiterhin
im Nacken hatte. Die Alfas waren auch hier in Enna wieder die mit
Abstand schnellsten Autos auf den Geraden. Ich konnte Giovanardi
dann noch drei Runden lang ziemlich spektakulär hinter mir
halten, dabei hätte ich mich fast dreimal mit meinem Auto aufs
Dach gelegt. Ende Start und Ziel konnte er mich dann aber drei Runden
vor Ende des Rennens ausbremsen. Ich habe dann noch Colciago kampflos
vorbeigelassen, da ich dachte, dass er am Ende des Rennens Larini
wieder vorbei lassen muss, da Colciago ja nicht um die Meisterschaft
kämpft. Dem war leider nicht so und so lag ich im Ziel auf
einem guten dritten Platz!
Das nächste Rennen findet in 14 Tagen in Donington statt.
Meiner Meinung nach hat sich der Veranstalter den falschen Monat
ausgesucht um nach England zu gehen!
Ich hoffe aber, dass es keinen Nebel hat oder es nicht regnet. Auf
jeden Fall sollte uns die Strecke wieder etwas besser liegen als
Enna.
Bis zum nächsten Mal!
Euer Jörg
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