Eigentlich ein Wochenende zum Vergessen ...
 
25.05.2003 - Was für BMW ein Traum- wochenende war, war für mich der Horror! BMW hat in beiden Rennen das komplette Podium gestellt und ich bin mit 0 Punkten nach Hause gefahren. Das einzig Positive daran ist, dass ich beim nächsten Rennen in Donington keinen Ballast mehr an Bord habe.
 

1. Freies Training
Wir haben für Brünn eine etwas andere Abstimmung des Fahrwerks eingebaut, da Brünn in einigen der schnellen Kurven ziemlich starke Wellen hat. Das Setup liegt mir allerdings gar nicht, da ich immer versuche in die Kurven reinzubremsen. Ich habe mir dann auch gleich einen Bremsplatten geholt. Am Ende des Trainings war ich aber zu meiner Überraschung mit 30 kg Ballast doch vierter. Deshalb haben wir für das 2. Training auch nur Kleinigkeiten geändert, um das Bremsen zu verbessern.

2. Freies Training
So richtig viel gebracht hat die Veränderung am Auto eigentlich nicht. In der 2. Runde habe ich mir wieder einen Reifen achteckig gebremst. Ich konnte dann nur noch dumm zuschauen, da zwei meiner Reifen bis auf die Karkasse durch waren und ich die drei neuen Sätze Reifen für das Qualifying und die Rennen brauchte. Ich bin dadurch leider nur auf Platz 10 gelandet.

Qualifying
Da ich keine Reifen mehr hatte, um mein Auto zu checken und ich zwei Satz neue Reifen für die Rennen aufsparen wollte, hatte ich im Zeittraining nur einen Schuss wie in der Formel 1. Dafür, dass ich im 2. Freien Training kaum gefahren bin, war ich mit meinem 6. Platz sehr zufrieden. Das ist auch die Gegend in der man in der ETCC mit 30 kg Zusatzgewicht stehen kann. Für das Rennen waren meine Voraussetzungen also nicht so schlecht.

Warm up
Im Warm-up war das Auto dann besser als erwartet. Wichtig würde es im Rennen sein, zweimal zu punkten, was eigentlich auch klappen sollte, da ich im Warm up wieder sechst Schnellster war.

1. Rennen
Mein Start war eigentlich wieder recht gut. Ich bin gleich an Nicola Larini vorbeigefahren auf die fünfte Position. In der 2. Runde bin ich dann auf Priaulx aufgelaufen, der in den ersten Runden nur neben der Linie unterwegs war. Beim Zweikampf mit meinem Markenkollegen ist dann Larini an mir vorbeigeschlüpft. Larini wurde dann im Laufe des Rennens immer langsamer, so dass hinter mir Tarquini auflief. In den nächsten 2 Runden war es dann ein ziemliches Geschupse. Tarquini ist mir ins Heck gefahren und ich Larini. Am Eingang der Links-Rechts Schikane, vor einem steilen Berg, habe ich dann Larini wieder leicht berührt. Ich hatte das Gefühl, dass er mich einbremsen wollte, da er eigentlich das ganze Wochenende der schnellste Alfa war und Tarquini hinter mir drückte. Im nächsten Rechtsknick ist er dann auf die schmutzige Linie gekommen. Ich habe wieder einen Stoss von Tarquini kassiert und habe wiederum Larini leicht berührt, der sich dann vor mir weggedreht hat. Der Rest des Rennens war dann eher langweilig. Ich bin dann als fünfter eingelaufen.

In der Pause zwischen den Rennen musste ich dann zu den Sportkommissaren. Ich bin dann allerdings schnell wieder gegangen, da ich zum Vorstart für das 2. Rennen fahren musste. Charly Lamm hat mich dann weiter vertreten. Beim 3 Minuten Schild bekam ich dann gesagt, dass ich vom 1. Rennen disqualifiziert wurde.

2. Rennen
Ich musste also von hinten starten. Nach der 2. Runde war ich dann nach einem guten Start schon wieder auf Platz 8, wieder mit dem Alfa von Larini zusammen. Ich habe dann Larini wieder leicht berührt, der Midcorner wirklich langsamer war. Die Sportkommissare haben mir dann eine zweite Strafe gegeben, eine Drive-thru Strafe. Ich bin dann als 14ter wieder auf die Strecke. Mit einem dicken Hals bin ich dann hinter dem Feld wieder her. Ich habe dann leider den Motor überdreht und die Wassertemperatur ist hochgegangen, so dass ich in die Box gefahren bin, um nicht einen kapitalen Motorschaden zu riskieren.

Tja, das war dann wohl ein Wochenende ohne Punkte. Ich hoffe nur, dass mich die Sportkommissare jetzt nicht auf dem Kicker haben. Jetzt konzentriere ich mich aber erst einmal auf mein Highlight nächste Woche, den 24 Stunden auf dem Nürburgring. In Donington will ich dann wieder zuschlagen, ohne Gewicht und hoffentlich ohne Onboardkamera.