Das war für mich ein solides Wochenende in Spa
 
26.07.2003 - Mit wieder einmal 40 kg an Bord meines BMW in Spa Francorchamps konnte ich den Abstand in der Meisterschaft auf Gabriele Tarquini auf 2 Punkte verringern. Im ersten Lauf konnte ich dritter und im zweiten Lauf vierter werden und somit 11 Punkte für die Meisterschaft einheimsen.
 

Freie Trainings
Nachdem wir 1 Woche vor Spa in Ungarn noch einmal testen waren, bin ich in das erste freie Training recht zuversichtlich gegangen, da sich mein Auto im Test echt gut angefühlt hat. Trotz meiner 40 kg Zusatzgewicht war ich im ersten freien Training dritter. Im letzten Jahr konnte ich auf meiner Lieblingsstrecke trotz Zusatzgewicht gewinnen und das war natürlich auch in diesem Jahr mein Ziel. Komischerweise hatten wir aber in beiden freien Trainings das gleiche Problem mit unserem Auto wie fast immer, ein nervöses Heck in schnellen Kurven. Im zweiten freien Training war ich dann auch wieder dritter, allerdings war der Abstand zum Führenden etwas größer geworden.


Quali
Wir wollten mal wieder Reifen sparen, was in der Meisterschaft unheimlich wichtig ist, damit man in beiden Rennen mit neuen Reifen starten kann. Ich bin also nur einmal raus mit meinen neuen Reifen. In meiner zweiten gezeiteten Runde konnte ich mich auf den vierten Startplatz setzen. Ziemlich zum Schluss des Zeittrainings bin ich dann noch auf den sechsten Startplatz abgerutscht. Allerdings haben Larini und Giovanardi einen zweiten Satz Reifen benutzt, was mir einen Vorteil im Rennen geben würde.

1. Rennen
Für mich was das kein so interessantes Rennen, da ich durch das Zusatzgewicht nie in der Lage war aus eigener Kraft zu überholen. Ich konnte mich nach einem Bombenstart gleich auf die dritte Position setzen und diese bis ins Ziel halten. Ich hatte das ganze Rennen über keine Chance Dirk zu überholen und von hinten gab es eigentlich auch keine Gefahr. Tarquini, der in Führung lag, hat Dirk und mich allerdings ziemlich stark aufgehalten. In den Kurven war er recht langsam, auf den Geraden ist er uns dann immer wieder weggefahren. So sind wir dann auch nach acht Runden recht eng hintereinander eingelaufen.

2. Rennen
Das zweite Rennen war dann etwas interessanter. Ich bin vom sechsten Platz gestartet und konnte zu Beginn nur einen Platz gutmachen. Vorne war Duncan Huismann der das Feld schön zusammengehalten hat. Duncan ist dann aber nach hinten gereicht worden. Ich habe ihn auf Start und Ziel überholt, da er Probleme mit dem Getriebe hatte und den zweiten Gang nicht reinbekam. Ich war dann vierter, direkt hinter Larini. Der hat dann in der dritten Runde seinem Teamkollegen Colciago schön von der Bahn geräumt und ich bin auf den dritten Platz mit vorbeigeschlüpft. Ich hatte keine Chance Larini zu überholen, da er einfach mehr Motorleistung hatte. Larini hat mich aber in den Kurven so brutal geblockt, dass von hinten mein Teamkollege Dirk aufkam. Da er 30 kg weniger an Bord hatte, habe ich ihn dann auf der langen Geraden vorbeigelassen, damit er vielleicht die dicke Nuss Larini knackt. Dirk hat das dann aber auch nicht geschafft und wir sind dann in einem D-Zug mit vierzehntel Sekunden Abstand über das Ziel gefahren. Ich bin dann vierter geworden. Gewonnen hat übrigens unser Markenkollege Prilaux, der im ersten Rennen von der Pole gestartet war.