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Freie Trainings
Nachdem wir 1 Woche vor Spa in Ungarn noch einmal
testen waren, bin ich in das erste freie Training recht zuversichtlich
gegangen,
da sich mein Auto im Test echt gut angefühlt hat. Trotz meiner
40 kg Zusatzgewicht war ich im ersten freien Training dritter.
Im letzten Jahr konnte ich auf meiner Lieblingsstrecke trotz Zusatzgewicht
gewinnen und das war natürlich auch in diesem Jahr mein Ziel.
Komischerweise hatten wir aber in beiden freien Trainings das gleiche
Problem mit unserem Auto wie fast immer, ein nervöses Heck
in schnellen Kurven. Im zweiten freien Training war ich dann auch
wieder dritter, allerdings war der Abstand zum Führenden etwas
größer geworden.
Quali
Wir wollten mal wieder Reifen sparen, was in der Meisterschaft
unheimlich wichtig ist, damit man in beiden Rennen mit neuen Reifen
starten kann. Ich bin also nur einmal raus mit meinen neuen Reifen.
In meiner zweiten gezeiteten Runde konnte ich mich auf den vierten
Startplatz setzen. Ziemlich zum Schluss des Zeittrainings bin ich
dann noch auf den sechsten Startplatz abgerutscht. Allerdings haben
Larini und Giovanardi einen zweiten Satz Reifen benutzt, was mir
einen Vorteil im Rennen geben würde.
1. Rennen
Für mich was das kein so interessantes Rennen, da ich durch
das Zusatzgewicht nie in der Lage war aus eigener Kraft zu überholen.
Ich konnte mich nach einem Bombenstart gleich auf die dritte Position
setzen und diese bis ins Ziel halten. Ich hatte das ganze Rennen über
keine Chance Dirk zu überholen und von hinten gab es eigentlich
auch keine Gefahr. Tarquini, der in Führung lag, hat Dirk
und mich allerdings ziemlich stark aufgehalten. In den Kurven war
er recht langsam, auf den Geraden ist er uns dann immer wieder
weggefahren. So sind wir dann auch nach acht Runden recht eng hintereinander
eingelaufen.
2. Rennen
Das zweite Rennen war dann etwas interessanter. Ich bin vom sechsten
Platz gestartet und konnte zu Beginn nur einen Platz gutmachen.
Vorne war Duncan Huismann der das Feld schön zusammengehalten
hat. Duncan ist dann aber nach hinten gereicht worden. Ich habe
ihn auf Start und Ziel überholt, da er Probleme mit dem
Getriebe hatte und den zweiten Gang nicht reinbekam. Ich war
dann vierter, direkt hinter Larini. Der hat dann in der dritten
Runde seinem Teamkollegen Colciago schön von der Bahn geräumt
und ich bin auf den dritten Platz mit vorbeigeschlüpft.
Ich hatte keine Chance Larini zu überholen, da er einfach
mehr Motorleistung hatte. Larini hat mich aber in den Kurven
so brutal geblockt, dass von hinten mein Teamkollege Dirk aufkam.
Da er 30 kg weniger an Bord hatte, habe ich ihn dann auf der
langen Geraden vorbeigelassen, damit er vielleicht die dicke
Nuss Larini knackt. Dirk hat das dann aber auch nicht geschafft
und wir sind dann in einem D-Zug mit vierzehntel Sekunden Abstand über
das Ziel gefahren. Ich bin dann vierter geworden. Gewonnen hat übrigens
unser Markenkollege Prilaux, der im ersten Rennen von der Pole
gestartet war.
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