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Freie Trainings
Nach unseren letzten Tests in
Vallelunga bei Rom und in Brünn
in der CSSR sind wir mit einem echt guten Gefühl nach Anderstorp
gegangen. Nach dem ersten freien Training sind wir dann allerdings
wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden. Anderstorp
scheint wohl doch eine Strecke für Fronttriebler zu sein und
Alfa scheint in der Rennpause auch nicht geschlafen zu haben. Larini
war Schnellster, allerdings eine ganze Sekunde schneller als Dirk,
mein Teamkollege und ich. Für diese fünfte Zeit im ersten
freien Training habe ich aber dass so gepuscht, dass ich mir gleich
wieder einen meiner berühmten Bremsplatten eingeholt habe.
Für das zweite freie Training musste ich dann mit wirklich
schlechten Reifen auf die Strecke. Ich bin dann auch ziemlich vorsichtig
unterwegs gewesen um nicht wegen eines Reifenplatzers im Kies zu
liegen. Das Resultat, Platz 12. Na ja, das war nicht so toll. Aber
alle BMW´s waren recht eng zusammen und ich hatte das Gefühl,
das wir eh nicht an den Alfa´s ran kamen.
Qualifikation
Aus dem letzten Jahr wussten wir,
dass man in Anderstorp 2 Sätze
Reifen verpulvern muss, um einigermaßen bei der Musik zu
sein. So hatte ich das dann auch mit meinen Ingenieur Andreas ausgemacht.
Mit dem ersten Satz hatte ich dann in den 4 überhöhten
180 Grad Kurven, die es eigentlich nur in Anderstorp gibt noch
einiges untersteuern. Für den zweiten Satz Reifen haben wir
dann eine kleine Sache am Auto verändert. Mein Auto war für
eine Runde fast perfekt. In der zweiten Runde wurde dann auch schon
das Heck nervös und ich habe abgebrochen. Ich stand dann nach
dem Quali auf der vierten Starposition als schnellster BMW, allerdings
hinter drei Alfa´s.
Warm up
Das Warm up habe ich dann ziemlich versiebt.
Ich bin nur 1 Runde auf Zeit gefahren und habe mir dann wieder
einen Reifen beim Bremsen
kaputt gemacht. Ziemlich blöd, weil ich so die Veränderungen,
die wir für die Rennen noch ausprobieren wollten nicht richtig
spüren konnten. Außerdem fehlt einem der Rhythmus ein
wenig, wenn man nur so kurz auf der Strecke ist.
1. Rennen
Der vierte Startplatz war ja o.k. weil
ich mir gedacht habe beim Start wenigstens einen oder zwei Alfa´s
aufzuschnupfen. Ich hatte nur leider den bescheidensten Start meiner
noch jungen ETCC
Karriere. Im Turn 1 ist dann auch noch Garcia im Ravaglia BMW an
mir vorbei. Ich bin dann also als fünfter auf die lange Gegengeraden.
Beim Anbremsen für die zweite Kurve habe ich dann gedacht,
dass die beiden Alfa´s von Larini und Tarquini einem wirklich überirdischen
Bremspunkt haben… der dann allerdings im Kiesbett und nicht
auf der Strecke endete. Ich bin dann als dritter aus der ersten
Runde zurückgekommen. In der zweiten Runde konnte ich mich
dann wieder an Garcia vorbei auf den zweiten Platz schieben. Garcia
hat mich dann in der vierten Runde wieder ausbremsen können.
Hinter mir war Dirk und wir hatten einen schönen Dreikampf
bis mir zwei Runden vor Schluss die Servolenkung ausfiel und ich
auch Dirk vorbeilassen musste. Platz vier für mich und keine
Punkte für Tarquini bedeutete dann schon mal wieder die Tabellenführung.
2. Rennen
Von Platz fünf gestartet ist mir dann auch wieder mal der
Start gelungen und ich war gleich vierter. Während des Rennens
waren dann keine so interessanten Sachen. Vorne war Larini vor
Prilaux, Rydell und mir. Meine Reifen wurden dann zum Schluss des
Rennens ziemlich schlecht und ich konnte so Rydell im Volvo nicht
mehr angreifen, Mit dem vierten Platz im zweiten Rennen bin ich
jetzt immer noch Tabellenführer, aber in Oschersleben wird
es mit 30 kg Zusatzgewicht schwierig.
In zwei Wochen sind wir also in Deutschland, in Oschersleben bei
unserem Heimrennen. Ich war mit meiner Performance in Anderstorp
nicht richtig zufrieden, aber Oschersleben ist ja bekanntlich eine
BMW-Strecke und ich hoffe das meine Tabellenführung weiter
auszubauen. Also, drück mir die Daumen.
Euer Jörg Müller
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