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Die Voraussetzungen für die zwei letzten Rennen in
Estoril und Monza sind jetzt optimal, obwohl es immer noch eng
ist an der Meisterschaftsspitze.
Freie Trainings
In beiden freien Trainings war ich seit langem
wieder einmal richtig zufrieden mit meinem Auto. Die letzten
Tests hatten sich wirklich
ausgezahlt. Trotz meiner 30kg Zusatzgewicht war ich immer unter
den ersten Vier zu finden. Mein Ziel in Oschersleben Punkte zu
sammeln, sah also echt gut aus. Die Probleme mit unserem nervösen
Heck vom letzten Jahr waren wir weggeblasen.
Qualifying
Das Qualifying wurde dann allerdings ziemlich turbulent.
Bei meinem ersten Run haben wir nur links neue Reifen aufgezogen.
Ich habe
da nur noch einmal mein Auto kontrolliert, was nach kleinen Veränderungen
am Dämpfer immer noch gut war.
Da ich ziemlich viel Verkehr hatte, konnte ich das allerdings nicht
in eine gute Zeit umsetzen.
Beim zweiten Run haben wir dann wieder
links neue Reifen gefahren und die guten Reifen aus dem ersten
Versuch nach Rechts gewechselt. Ich habe dann wohl zuviel gewollt
und mich in meiner ersten fliegenden Runde gedreht. Als ich dann
in der zweiten fliegenden Runde noch einmal attackieren wollte,
wurde das Training abgebrochen, da ein Auto an einer gefährlichen
Stelle Ende Start und Ziel im Kiesbett stand.
Fünf Minuten
vor Schluss war dann mein letzter Versuch mit meinem kompletten
neuen Satz Reifen. Ich hatte das Glück eine freie Stelle auf
der Strecke zu finden, was in Oschersleben nicht einfach ist. Die
erste freie Runde hat dann auch gleich traumhaft gepasst und ich
habe an die Box gefunkt, dass ich so eine Runde nicht noch einmal
hin bekomme, da die Reifen in der zweiten Runde immer schon etwas
abbauen.
Als ich zurück in die Box kam, war nur noch eine Minute zu
fahren und mein Ingenieur hat mir gesagt, dass ich auf der ersten
Position stehe. Nach einer Minute Bangen war dann meine erste Pole
Position in der ETCC perfekt!
1. Rennen
Ich war ziemlich angespannt beim Start zum ersten Rennen,
da ich mir gedacht habe, dass ich mit meinen 30kg Ballast wohl
ziemlich
viel Druck von hinten bekommen würde. Der Start hat dann aber
gut geklappt und ich konnte mich in Führung setzen. Der Abstand
zu Tarquini im Alfa ist dann das ganze Rennen über konstant
geblieben. An die zweite Position hatte sich Andy Prilaux gesetzt.
Der machte aber in der zweiten Runde einen Fehler und Tarquini
konnte vorbei auf die zweite Position fahren. Das war mein vierter Sieg in diesem Jahr und der Abstand in der
Tabelle hatte sich nach dem ersten Lauf auf 10 Punkte erhöht.
2. Rennen
Das zweite Rennen sollte dann etwas turbulenter werden.
Ich musste von der achten Position aus Starten. Der Start war recht
gut und
ich war schon an Tarquini vorbei. Auf Start und Ziel wollte ich
dann noch an Colciago und Diefenbacher im Seat vorbei. Die zwei
haben aber in der Mitte die Lücke zugemacht und ich musste
vom Gas. Ich ging dann als siebter in die erste Kurve. Ich habe
es noch einmal außen an Frank Diefenbacher versucht, da war
aber wieder nicht genug Platz. Ich hatte dann einen Fehler, in
der schnellen Rechtskurve auf die Gegengeraden.
In der Zwischenzeit
war Dirk hinter mir, der mich da aber super abschirmen konnte.
Dabei ist Tarquini Dirk so hart ins Heck gefahren, dass Dirk durch's
Kiesbett musste und sich den Spoiler und den Kühler kaputt
gefahren hat. Tarquini ist dann in der ersten Runde auch an mir
vorbei, weil ich noch einem dummen Fehler gemacht habe.
Vor Tarquini
fuhr dann sein Teamkollege Colciago, der Tarquini dann auch schön
vorbei gelassen hat. Ich musste dann mit Colciago um die fünfte
Position kämpfen, habe dann auch nicht lange gefackelt und
konnte in der letzten Kurve vor Start und Ziel mit einer leichten
Berührung an Colciago auf die fünfte Position fahren.
Ich lief dann wieder auf Tarquini auf, der wohl mit abbauenden
Reifen zu kämpfen hatte. Zwei Runden vor Schluss konnte ich
dann auch Tarquini in der letzten Kurve vor Start und Ziel ausbremsen.
Der ist mir dann Ende Start und Ziel noch einmal leicht ins Heck
aber ich konnte mich bis zum Zieleinlauf noch bisschen absetzen.
Der vierte Platz bedeutete für mich fünf
Punkte. Gewonnen hat den zweiten Lauf Andy Prilaux, der sich damit
bis auf fünf
Punkte in der Meisterschaft an mich heran geschoben hat und jetzt
Zweiter in der Meisterschaft ist.
Die zwei letzten Rennen in Estoril und Monza werden jetzt noch
einmal richtig spannend. Beide Strecken werden wohl wieder den
Alfa's liegen. Also werde ich mich wohl noch ziemlich lang machen
müssen, um die Meisterschaft nach Hause zu schaukeln. Also …..
Daumen drücken!
Euer Jörg Müller
SPECIAL: Die Fotogalerie zum ETCC-Wochenende in Oschersleben
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