1. Freies Training
Da es am Freitag den ganzen Tag geregnet hat, war die Strecke morgens
zum 1. Training noch ein wenig feucht, weshalb ich dann auch
erst nach 10 Minuten mein Training angefangen habe. Ich wollte,
dass die Strecke ein wenig trockener ist. Ich bin dann auf die
Strecke direkt hinter Tom Coronel. Der hatte aber richtig mit
seinem Auto zu kämpfen, da habe ich mich zurückfallen
lassen, um eine freie Runde zu finden. Nach einer freien Runde
bin ich dann aber wieder auf Tom aufgelaufen. Deshalb habe ich
irgendwie keinen Rhythmus gefunden. Am Ende war ich siebter hinter
drei Alfas und drei Seats, also trotz 40 Kg schnellster BMW.
2. Freies Training
UI UI UI, mein altes Problem mit den Bremsplatten! Wir wollten
das Auto in dieser Richtung hin verbessern, hat aber nicht ganz
geklappt. Im ersten Training hatte ich diese Probleme auch schon
und so waren im zweiten Training die Vorderreifen dann auch recht
schnell so fratze, dass das Stahlgewebe rausgeschaut hat. Ich
musste dann vorzeitig aufhören um die neuen Reifen für
das Quali zu sparen. Mehr als Platz acht war da leider nicht
drin.
Qualifying
Das sollte wohl mein schlechtestes Qualifyingergebnis in meiner
ETCC Karriere werden. Mit meinem ersten Satz Reifen konnte ich
nur eine schnelle Runde drehen und hatte in der zweiten Runde
gleich in der ersten Kurve einen dicken Schnitzer eingebaut.
Ich habe die Runde dann langsam gemacht, um die Reifen zu schonen.
Als ich dann das zweite Mal attackieren wollte war die gelbe
Flagge draußen. Mein zweiter Satz Reifen hat dann irgendwie
nicht richtig funktioniert und die Hinterachse war sehr nervös.
Ich bin also in meiner ersten Runde meine schnellste Zeit gefahren
und war damit nur zwölfter. Die Alfas sind hier glaube ich
nicht zu schlagen, wenn sie sich nicht so blöd anstellen
wie in Monza. Der Polesetter war 2,1 Sekunden schneller als ich
und 1,3 Sekunden schneller als der schnellste BMW von Andy Priaulx.
Warm up
Im Warm up war mein Auto mit dem Ballast dann wieder o.k.. Ich
bin die 15 Minuten dann auch komplett durchgefahren, um zu sehen,
wie sich die Reifen über eine längere Distanz anfühlen.
Als achter war ich zweitschnellster BMW, nur einzehntel hinter
Garcia, der ohne Gewicht unterwegs war.
1. Rennen
Mann war das ein geiler Start! Ich bin direkt von der zwölften
Position auf die siebte Position vor. Ein wenig durchs Gras musste
ich zwar, da Rangoni im privaten Alfa versucht hat mich abzudrängeln,
aber ich hatte so viel Schwung, dass das schon ging. Ich habe dann
noch zwei Runden mit Garcia gekämpft, der mich dann aber ohne
zu blockieren vorbeigelassen hat. Der Rest des Rennens war für
mich dann echt langweilig… wie man das eigentlich nicht von
einem ETCC Rennen kennt. Dirk vor mir war ein bisschen schneller
als ich und ich war schneller als Garcia. Ich hätte zwar schon
gedacht, dass ich in die Punkte komme aber vom zwölften auf
den sechsten Platz in zwei Runden, das war für mich mehr als
erwartet.
2. Rennen
Ich konnte also im zweiten Rennen vom dritten Startplatz aus starten,
weil auch wie im letzten Jahr die ersten acht des ersten Rennens
in umgedrehter Reihenfolge starten. Mein Start war wieder o.k.
und ich bin hinter Garcia, der ohne Gewicht unterwegs war, als
zweiter in die erste Runde gegangen. Garcia hatte ein echt schlechtes
Auto und ich habe es ein paar Mal versucht ihn ohne Risiko zu überholen.
Hinter mir hatte sich mittlerweile eine recht lange Schlange
gebildet. Garcia war recht schlecht beim Bremsen und da habe
ich ihn dann in Kurve sieben echt ungewollt leicht berührt,
so dass er sich gedreht hat. Ich bin auch auf die schlechte Linie
gekommen und habe mir etwas Reifenabtrieb aufgesammelt. Zwei
Kurven später sind … wie in Monza … alle Alfas,
Dirk und Priaulx an mir vorbei. Hinter uns war dann aber auch
nix recht schnelles mehr. In den letzten drei Runden bin ich
dann wieder an Andy Priaulx rangekommen und ich habe gemerkt,
dass er ein bisschen nervös wurde. In der letzten Runde
konnte ich an Andy dann noch innen vorbei auf die fünfte
Position fahren, da er dann noch einige Fehler gemacht hat.
Tja wir haben ne Menge zu tun. Wir werden jetzt noch einen Tag
in Valencia zum testen bleiben. Wie geben auf jeden Fall alles.
Bis bald Jörg.
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