Freies Training
Eigentlich ist es für mich schon im ersten freien Training,
trotz der alten Schlappen, die ich noch von Valencia hatte und
die nicht mehr ganz rund waren, recht gut gelaufen. Da es an einigen
Stellen der Strecke noch nass war bin ich nach drei Runden wieder
reingekommen und erst die letzten acht Minuten wieder raus. Dabei
konnte ich mich in meiner letzten Runde auf die zweite Position
schieben. Am Auto haben wir noch nichts verändert, da sich
die Verhältnisse auf der Strecke von Minute zu Minute verbessert
haben.
1. Freies Training
Meine Reifen waren jetzt schon komplett fratze, da im ersten freien
Training mein altes Problem mit den Bremsplatten wieder aufgetaucht
ist und ich an einigen Stellen schon auf dem Leinen war. Wir
haben trotzdem noch zwei verschiedene Einstellungen der Dämpfer
versucht und da dann auch einen kleinen Fortschritt gemacht.
Ich bin dann auch nur auf der siebten Position gelandet. Man
kann sich ja vorstellen, dass ein Reifen ohne Gummi nicht mehr
auf dem Asphalt klebt.
Qualifying
Wir haben am Auto fürs Quali die Federn auf der Hinterachse
gewechselt um mein nervöses Heck ein bisschen besser in den
Griff zu bekommen. Ich bin noch einmal kurz mit den alten Reifen
raus um das Auto zu checken. Für die neuen Reifen haben wir
dann den hinteren Stabi noch ein bisschen härter gemacht.
Mit dem ersten Satz Reifen konnte ich dann schon die bis zu dem
Zeitpunkt schnellste Runde fahren. Als wir in der Box waren bin
ich wieder auf den dritten Platz zurück gefallen. Mit dem
zweiten Satz neue Reifen hat es dann richtig gut geklappt. Ich
habe meinen Boliden.... der heißt in diesem Jahr übrigens
Schackline, wie das Pferd aus dem Schuh des Manitu ... auf die
Pole Position gestellt. Ich war ein bisschen verwundert, dass die
Alfas nicht vorne waren. Als ich aber im freien Training einmal
hinter Fafus gefahren bin, habe ich festgestellt , dass sie nicht
mehr den Qualm der ersten beiden Rennen unter der Haube haben.
Die Voraussetzungen waren also echt Klasse, aber die ersten 11
Autos waren in nur einer Sekunde. Also das Rennen wird wohl echt
hart.
Warm Up
Für das Warm Up haben wir noch einmal etwas an den hinteren
Stoßdämpfern und am hinteren Stabi verändert. Der
Schuss ging aber leider nach hinten los und mein Auto war schlechter
als im Quali. Da das Warm up aber nur 15 Minuten lang ist kann
man fast nicht mehr in die Box kommen um noch eine Veränderung
durchzuführen. So bin ich auf Position 5 gelandet.
1. Rennen
Dirk und ich sind aus der ersten Reihe wirklich wieder super vom
Start weggekommen. Der Starter hat die roten Ampeln wirklich
schon nach einer halben Sekunde ausgemacht und der Rest des Feldes
hat wohl ein bisschen gepennt. Nach der ersten Runde war ich
dann schon fast zwei Sekunden vor Dirk und Dirk über fünf
Sekunden vor dem Rest des Feldes. In der Haarnadelkurve hatte
dann ein Auto Öl verloren. Das ist immer blöd, wenn
man als erster an so einer Stelle vorbei kommt. Nach zwei Runden
war Dirk dann wieder knapp hinter mir. Meine Hinterreifen haben
dann angefangen abzubauen und wieder in der Haarnadelkurve ist
mir dann in der achten Runde die Hinterachse stehen geblieben.
Ich musste eine weite Linie fahren und Dirk konnte innen an mir
vorbeischlüpfen. Dirk war den Rest des Rennens ein kleines
bisschen schneller als ich. Wenn mach sich vorstellt das 40 kg
ca. 4 Zehntel Sekunden in der Rundenzeit ausmachen sind die 10
kg die ich mehr im Auto hatte als Dirk auch ungefähr eine
Zehntel Sekunde.
Ich war trotzdem mit meinem zweiten Platz sehr zufrieden, da es
am Anfang der Saison darauf ankommt immer in die Punkte zu fahren.
2. Rennen
Den Start des zweiten Rennens habe ich ein bisschen verpennt. In
der zweiten Kurve hatte ich schon einen Platz verloren und war
auf der achten Position. In der dritten Kurve, der Adilaide Haarnadelkurve
ging es vor mir dann rund. Antonio Garcia ist von einem Alfa
berührt worden und hat daraufhin auch Dirk getroffen, der
in die Wiese musste. Ich konnte dann innen vorbei, an drei Autos
auf die fünfte Position fahren. In der zweiten Runde habe
ich hinten links meine Scheibe verloren was mir Topspeed gekostet
hat und es mir unmöglich gemacht hat die Alfas anzugreifen.
Ich war dann hinter diesem Alfa-Zug. Drei Runden vor Schluss
konnte ich Giovanardi in einen dicken Fehler treiben und innen
vorbeifahren. In der letzten Runde hatte ich dann noch ein AHA
Erlebnis. Es fing an zu Regnen und ich wollte mir noch Fafus
im Alfa schnappen. Ich habe es dann ein bisschen übertrieben
und bin ins Gras. Das Auto konnte ich aber Gott sei Dank noch
halten und bis als vierter durchs Ziel.
Das einzig Traurige an dem Ergebnis in Magny Cours ist das ich
bei einem unserer Heimrennen in Hockenheim meine Hütte voll
habe und mit 40 kg unterwegs sein werde. Es wird schwer werden
aber kämpfen werde ich in Deutschland wieder wie ein Großer.
Bis bald
Jörg
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