Sieg beim 24 Stunden auf dem Nürburgring
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27.06.2004 – Nach einem 2. Platz im ersten Rennen wollte ich eigentlich im zweiten Rennen nur Punkte sammeln. Nach einem Schubser von Giovanardi war mein zweites Rennen schon nach der ersten Kurve versaut.
 

1. Freies Training
Ich bin mit einem echt guten Gefühl nach Donington gegangen, da wir letzte Woche noch in Ungarn beim Testen waren und gedacht haben, dass wir unser Fahrwerksproblem in den Griff bekommen hätten. Außerdem hatte ich nur 10 Kg Ballast an Bord und die Strecke liegt mir recht gut. Das war aber leider nichts. Schon in den ersten Runden habe ich gemerkt , dass mein Heck so nervös war wie eh und je. Heraus kam Platz 8 und plötzlich war mein gutes Gefühl wieder dahin.

2. Freie Training
Typisch England. Im zweiten Freien Training war es nass. Nach meinem ersten Outing, dass ich wegen einer beschlagenen Frontscheibe abbrechen musste, war ich noch Dritter. Wir haben eine Änderung am hinteren Stoßdämpfer gemacht. Ich bin dann wieder raus aber die Bordspannung war so niedrig, dass die Servolenkung ausgestiegen ist und ich die Frontscheibenheizung ausmachen musste. Meine Frontscheibe ist dann gleich wieder beschlagen und ich musste erneut in die Box. Die Strecke ist am Ende des Trainings, als ich nicht mehr draußen war, trockener geworden und so bin ich dann auf die 15. Position zurückgefallen.

Quali
Vor unserem Quali gab es noch ein Rennen der Ferrari Challenge. Die Strecke war auf der Ideallinie trocken aber wir haben uns dafür entschieden mit Regenreifen rauszugehen, damit ich mir die Strecke anschauen kann. Nach zwei Runden habe ich dann auf gebrauchte Slicks gewechselt. Die Strecke hat sich aber angefühlt als hätte jemand Kernseife verteilt, sau rutschig! Ich konnte mich mit den alten Socken bis auf die 3. Position vorkämpfen. Auf neuen Reifen ging es dann von der Zeit her noch ein bisschen besser Am Ende bin ich dann 5. geworden. Für mich war das so weit o.k., da mein Auto immer noch nicht perfekt und ich hinter vier Alfas bester BMW war.

Warm up
Das Warm Up am Sonntag war dann im Trockenen und ein Spiegelbild des Quali´s. Platz 5 für mich mit einem etwas kleineren Abstand zu den Alfas wie im Zeittraining.

1. Rennen
Das war mal wieder ein super Start. Ich bin von meiner fünften Position gleich an drei der Alfas vorbeigeprescht auf den zweiten Platz. Den führenden Thompson konnte ich nicht halten. In der dritten Runde hat mich in der letzten Spitzkehre vor Start und Ziel dann Tarquini ausgebremst und Giovanardi konnte auch mit durchhuschen. Ich habe gemerkt, dass bei den Alfas so ab der sechsten Runde die Reifen angefangen haben abzubauen und konnte mich schön im Windschatten halten. Giovanardi ist dann an Tarquini vorbei und hat sich in der 1. Kurve später dann auch gleich verhauen und Tarquini und ich konnten wieder vorbei. In Runde neun konnte ich dann wieder an Tarquini vorbei auf die zweite Position fahren und mich bis ins Ziel ein bisschen absetzen. Das war ein echt klasse und faires Rennen mit schönen Überholmanövern wie man sich das von Tourenwagenrennen wünscht. Nach dem ersten Rennen war ich dann auch wieder Führender in der Meisterschaft.

2. Rennen
Mein Start war wieder gut. Auf Start und Ziel konnte ich mich vom siebten Platz gleich innen neben Jene im Seat setzen. Noch weiter innen war Giovanardi, so dass wir zu dritt auf die erste Kurve zufuhren, mit mir in der Mitte. Beim Anbremsen habe ich dann von Giovanardi einen Schlag bekommen, obwohl ich ihm genug Platz gelassen habe um in der Kurve innen zu bleiben ohne Berührung. Ich bin dann in Gene gekracht und Giovanardi hat uns beide in die Wiese geschoben. Ich bin mit einem Platten in die Box gehumpelt und wir haben das rechte Vorderrad gewechselt. Als ich dann noch einmal zurück auf die Strecke bin habe ich gleich gemerkt, dass an meinem Auto noch mehr krumm ist und habe das Rennen aufgegeben. Mein erster Nuller in diesem Jahr.

Die nächste Veranstaltung wird wieder richtig hart. Beim nächsten ETCC Rennen in Spa ist auch wieder unser M3 GTR dabei. Nach unserem Tourenwagen Europameisterschaftslauf am Samstagvormittag sitze ich am Nachmittag beim 24 Stunden Rennen wieder im M3. Also wie immer, Daumen drücken!

Bis bald
Euer Jörg

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