1. Freies Training
Ich bin mit einem echt guten
Gefühl nach Donington gegangen,
da wir letzte Woche noch in Ungarn beim Testen waren und gedacht
haben, dass wir unser Fahrwerksproblem in den Griff bekommen hätten.
Außerdem hatte ich nur 10 Kg Ballast an Bord und die Strecke
liegt mir recht gut. Das war aber leider nichts. Schon in den ersten
Runden habe ich gemerkt , dass mein Heck so nervös war wie
eh und je. Heraus kam Platz 8 und plötzlich war mein gutes
Gefühl wieder dahin.
2. Freie Training
Typisch England. Im zweiten Freien Training
war es nass. Nach meinem ersten Outing, dass ich wegen einer beschlagenen
Frontscheibe
abbrechen musste, war ich noch Dritter. Wir haben eine Änderung
am hinteren Stoßdämpfer gemacht. Ich bin dann wieder
raus aber die Bordspannung war so niedrig, dass die Servolenkung
ausgestiegen ist und ich die Frontscheibenheizung ausmachen musste.
Meine Frontscheibe ist dann gleich wieder beschlagen und ich musste
erneut in die Box. Die Strecke ist am Ende des Trainings, als ich
nicht mehr draußen war, trockener geworden und so bin ich
dann auf die 15. Position zurückgefallen.
Quali
Vor unserem Quali gab es noch ein Rennen
der Ferrari Challenge. Die Strecke war auf der Ideallinie trocken
aber wir haben uns dafür
entschieden mit Regenreifen rauszugehen, damit ich mir die Strecke
anschauen kann. Nach zwei Runden habe ich dann auf gebrauchte
Slicks gewechselt. Die Strecke hat sich aber angefühlt als
hätte jemand Kernseife verteilt, sau rutschig! Ich konnte
mich mit den alten Socken bis auf die 3. Position vorkämpfen.
Auf neuen Reifen ging es dann von der Zeit her noch ein bisschen
besser Am Ende bin ich dann 5. geworden. Für mich war das
so weit o.k., da mein Auto immer noch nicht perfekt und ich hinter
vier Alfas bester BMW war.
Warm up
Das Warm Up am Sonntag war dann im Trockenen
und ein Spiegelbild des Quali´s. Platz 5 für mich mit
einem etwas kleineren Abstand zu den Alfas wie im Zeittraining.
1. Rennen
Das war mal wieder ein super Start.
Ich bin von meiner fünften
Position gleich an drei der Alfas vorbeigeprescht auf den zweiten
Platz. Den führenden Thompson konnte ich nicht halten. In
der dritten Runde hat mich in der letzten Spitzkehre vor Start
und Ziel dann Tarquini ausgebremst und Giovanardi konnte auch mit
durchhuschen. Ich habe gemerkt, dass bei den Alfas so ab der sechsten
Runde die Reifen angefangen haben abzubauen und konnte mich schön
im Windschatten halten. Giovanardi ist dann an Tarquini vorbei
und hat sich in der 1. Kurve später dann auch gleich verhauen
und Tarquini und ich konnten wieder vorbei. In Runde neun konnte
ich dann wieder an Tarquini vorbei auf die zweite Position fahren
und mich bis ins Ziel ein bisschen absetzen. Das war ein echt klasse
und faires Rennen mit schönen Überholmanövern wie
man sich das von Tourenwagenrennen wünscht. Nach dem ersten
Rennen war ich dann auch wieder Führender in der Meisterschaft.
2. Rennen
Mein Start war wieder gut. Auf Start und Ziel konnte
ich mich vom siebten Platz gleich innen neben Jene im Seat setzen.
Noch
weiter innen war Giovanardi, so dass wir zu dritt auf die erste
Kurve zufuhren, mit mir in der Mitte. Beim Anbremsen habe ich dann
von Giovanardi einen Schlag bekommen, obwohl ich ihm genug Platz
gelassen habe um in der Kurve innen zu bleiben ohne Berührung.
Ich bin dann in Gene gekracht und Giovanardi hat uns beide in die
Wiese geschoben. Ich bin mit einem Platten in die Box gehumpelt
und wir haben das rechte Vorderrad gewechselt. Als ich dann noch
einmal zurück auf die Strecke bin habe ich gleich gemerkt,
dass an meinem Auto noch mehr krumm ist und habe das Rennen aufgegeben.
Mein erster Nuller in diesem Jahr.
Die nächste Veranstaltung wird wieder richtig hart. Beim
nächsten ETCC Rennen in Spa ist auch wieder unser M3 GTR dabei.
Nach unserem Tourenwagen Europameisterschaftslauf am Samstagvormittag
sitze ich am Nachmittag beim 24 Stunden Rennen wieder im M3. Also
wie immer, Daumen drücken!
Bis bald
Euer Jörg
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