… richtig eine auf den Deckel bekommen!
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05.09.2004 – Schon nach dem ersten freien Training in Imola war klar, dass wir in Italien gegen die wieder erstarkten Alfas keine Chance haben würden. Nach einem schwachen Qualifying war ich froh im ersten Rennen noch in die Punke zu fahren. Im zweiten Rennen war dann für mich nach dem Unfall mit Antonio Garcia schon in der ersten Runde Schluss.
 

1. Freies Training
Das die Strecke in Imola nicht unsere großer Favorit sein würde wussten wir schon nach unserem Test im Januar. Das erste freie Training hat dann aber unseren wahren Rückstand aufgezeigt. Ich war mit zwei Sekunden Rückstand nur 12. Das Schlimme war aber, dass mein Auto gar nicht so schlecht war und ich beim besten Willen nicht wusste wo ich zwei Sekunden finden sollte.

2. Freies Training
Wir haben natürlich noch am Auto gearbeitet. Der Abstand von zwei Sekunden zu den Alfas blieb jedoch gleich. Das zweite freie Training habe ich dann als 13. beendet. Vorne waren eigentlich nur Fronttriebler. Hinter den drei Werks-Alfas waren die drei Seats und die nächsten privaten Alfas. Sogar der Honda von Balzan stand noch vor mir.

Qualifying
Mit meinem ersten Satz Reifen war ich nur 15. Wir hatten aber eh mit einem zweiten Satz Reifen für das Quali gerechnet. Als ich auf meine erste fliegende Runde mit meinem zweiten Satz unterwegs war, wurde das Training allerdings wegen eines Reifenstapels abgebrochen, den ein anderes Auto umgemetert hatte und der auf der Strecke lag. So musste ich dann noch mit meinem dritten Satz Reifen fahren. In der Runde hatte ich dann trotzdem noch zwei kleine Patzer drin, konnte mich aber noch für den 11. Startplatz qualifizieren.

1. Rennen
Der Start war o.k. und ich konnte mich gleich gegen Garcia, Rydell, Balzan und einem privaten Alfa durchsetzen. Damit war ich nach der ersten geraden schon siebter. Hinter mit ist dann ein stärkerer Kampf entstanden, so dass ich mir ungefähr 50 Meter Platz verschaffen konnte. Vor mir war Andy Priaulx den ich die ersten sechs Runden noch halten konnte. Danach haben sich wohl meine 40 Kg Zusatzgewicht bemerkbar gemacht und meine Reifen haben abgebaut. Dirk war übrigens vom 19. Startplatz gestartet und hat sich ganz toll auf den achten Platz im ersten Rennen vorgearbeitet.

2. Rennen
Ich konnte das Startduell gegen Dirk gewinnen und als erster in die erste Kurve gehen. In der achten Kurve, der Schikane wo wir schon das ganze Wochenende Probleme hatten, bin ich dann am Ausgang leicht durch die Wiese und musste vier Autos vorbeiziehen lassen. Als ich in die nächste Kurve einbog hat mich dann Antonio Garcia seitwärts torpediert. Das Rennen war für mich vorbei und mein armes Auto war Banane. Der Überrollkäfig an der Fahrertür war total eingedrückt. Gott sei Dank sind unsere Autos so sicher, denn ich habe mir gar nichts getan.

Unser nächstes Rennen ist in Oschersleben, unser zweiter Heim Grand Prix. Ich habe da nur 5 Kg Zusatzgewicht und hoffe wieder ein besseres Wochenende zu haben als in Italien! Also, wenn Ihre keine Zeit habt vorbeizuschauen drückt mir ganz fest die Daumen.

Bis bald
Euer Jörg