| Typische Szene am Samstag nach einem Qualifikationstraining:
Charly Lamm steht in der Box und grübelt. Ein Zeigefinger an der
Nasenspitze weist auf die Tragweite und Komplexität seiner Gedanken
hin. Für die Teammitglieder liegt eine klare Aussage in dieser Körpersprache.
Sie lautet: "Ich bin nicht da." Sie laufen um ihn herum wie
um eine vergessene Werkzeugkiste.
Dann kommt Charly zurück: Zeigefinger runter und ein Blick in
die Runde, den alle registrieren und sich um ihn scharen. Der Teammanager
denkt laut nach über Reifenwahl, Fahrwerksabstimmung und Strategie.
Die Vorschläge der Crew werden eingearbeitet und alles noch einmal
laut wiederholt. Wenn Charly dann in breitem Bayerisch sagt: "So,
da sammer wieder beinand", schwärmen alle aus und wissen genau,
was zu tun ist.
Typisches Bild am Sonntag nach einem Rennen: Charly strahlt von einem
Ohr zum andern. Er freut sich ein bisschen hölzern und nestelt
nach all den Siegen immer noch verlegen an seinem Kopfhörer, wenn
ihm jemand seinen Respekt ausspricht. Das liegt daran, dass er etwas
weiß, was die Gratulanten nicht ahnen: Wie es hätte noch
besser gehen können.
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