Wir haben uns am Wochenende in unsere 2 Liter Boliden aus der WTCC gezwängt. Die Fahrer, die noch etwas Erfährung vor dem 24 Stunden Rennen sammeln wollten waren Andy Priaulx, Duncan Huismann, Hans Joachim Stuck und ich. Andy saß auf einem Auto mit Claudia Hürtgen. Hans fuhr zusammen mit Torsten Schubert und Ralph Bonhorst und ich habe mir ein Auto mit Duncan Huismann geteilt. Alle Autos wurden übrigens für den Langstreckenpokal vom Team Schubert super vorbereitet.
Am Freitag fanden schon die Einstellfahrten statt bei denen wir ein wenig Pech hatten. Eine Benzinleitung ist kaputt gegangen und als wir das Auto repariert hatten konnte ich nur noch eine fliegende Runde fahren. Ich war aber gleich überrascht wie schnell so ein WTCC Auto mit nur 2 Litern Hubraum auf der Nordschleife sein kann und vor allem wie viel Spaß das Auto da oben auf dem Ring macht.
Am Samstag war dann das offizielle Training. Wir haben gleich festgestellt, dass unsere drei Schubert Autos in der zwei Liter Klasse im Augenblick die stärksten sind. Wir konnten in diesem Training die schnellste Zeit fahren, mussten allerdings von hinten starten, da es ein Problem bei der Boxenausfahrt gab.
Duncan und ich sind auf jeden Fall das wohl schönste Auto im Feld gefahren. Auf unserem Auto war die Nürburgring Nordschleife nachgebildet, angelehnt an ein Design eines alten M1.
Im Rennen fuhr ich dann den Start. Unglaublich war der Ansturm der Fans schon zwei Wochen vor dem 24 Stunden Rennen. Nach der ersten Runde konnte ich mich dann schon bis auf den 6. Platz vorkämpfen und nach der 2. Runde war ich hinter Claudia Hürtgen zweiter. In der 3. Runde hatte ich dann schon meinen ersten Reifenschaden. Ich musste mich eine halbe Runde auf drei Reifen in die Box schleppen und somit war für uns eine gute Platzierung eigentlich schon passe. Nach weiteren drei Runden hatte ich meinen zweiten Reifenschaden. Da unser Auto aus der WTCC kommt, konnten wir auf die schnelle auf dem Ring den Sturz nicht redzieren, welcher für den Reifen auf der Nordschleife viel zu hoch war.
Wir haben dann für unseren dritten Turn, den Duncan dann gefahren ist, den Luftdruck erhöht um den Reifen stärker zu schonen und schon war alles o.k. Ich bin dann noch den letzten Turn gefahren und konnte die schnellste Rundenzeit auf eine 9:01.370 herunterschrauben. Duncan und ich sind dann noch auf der 6. Position in unserer Klasse gelandet. Gewonnen hat die Klasse Claudia und Andy, die damit im Augenblick in der VLN in den Punkten in Führung liegen.
Nach diesem Wochenende freue ich mich schon rieseig auf die 24 Stunden in zwei Wochen. Wir sind beim VLN Rennen eigentlich nur gefahren, um wieder etwas Fahrpraxis auf der Nordschleife zu bekommen. Irgendwie hat mich die Grüne Hölle wieder in ihren Bann gezogen und ich wäre am liebsten gar nicht mehr aus meinem Auto ausgestiegen.
Euer Jörg
Foto: www.speedpixel.de
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