Erstes und zweites freies Training
Am Freitag war das Wetter fast so durchwachsen, wie in England vor 2 Wochen. Wir sind die ganze Zeit zwischen Regen- und Trocken-Fahrwerks-Abstimmungen hin und her gesprungen. Obwohl ich beide Trainings nur als 13. abschließen konnte, haben wir eine ganze Menge gelernt und waren so für das Qualifying richtig zuversichtlich.
Qualifying
Auch im Zeittraining war die Strecke mal wieder nass. Da es aber mehr so aussah als ob es abtrocknen würde, haben wir uns für eine trockene Abstimmung des Fahrwerks entschieden. Wir sind die erste viertel Stunde noch auf Regenreifen gefahren. Ich habe dann auf Slicks gewechselt, als das Training das erste Mal wegen eines Unfalls abgebrochen wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich eigentlich immer unter den ersten Fünf. Wir haben dann in der Pause auf einen zweiten, neuen Satz Reifen, gewechselt. Drei Minuten vor Ende der Session wurde das Training dann erneut unterbrochen.
Mit anderen Worten, es gab genau noch eine gezeitete Runde zu fahren. Ich konnte am Beginn meiner schnellen Runde leider nicht genug Abstand zu meinem Teamkollegen Dirk lassen, da mich in der letzten Kurve noch fast jemand überholt hätte. Die schnelle Runde sah bis vier Kurven vor dem Ziel richtig gut aus, bis Robert Huff vor Dirk einen dicken Fehler machte und Dirk und ich aufliefen. Ich konnte Huff dann auch erst in der letzten Kurve überholen und hab durch diesen Kampf leider eine Sekunde im letzten Sektor verloren. So kam am Ende nur ein enttäuschender 10. Startplatz heraus.
1. Rennen
Mein Start war wieder BMW-like! Ich konnte mich auf die siebte Position vorkatapultieren. Den siebten Platz musste ich in der ersten Kurve leider wieder an Ivan Muller abgeben, der sich innen an mir vorbeidrückte. Danach habe ich das ganze Rennen den Kofferraum von Farfus vor mir gehabt, der auf den geraden so viel Qualm hatte, dass er mir auf jeder Geraden fast zwei Waagenlängen weggefahren ist. Farfus und ich konnten im Verlauf des Rennens allerdings noch an Ivan Muller im Seat vorbeigehen, der mit 75 Kg Zusatzgewicht unterwegs war. Ich hab dann auch nicht mehr versucht Farfus anzugreifen, da ich mich sonst nur in der Wiese wieder gefunden hätte. Ein siebter Platz im ersten Rennen bedeutete für mich aber auch den Platz in der ersten Startreihe für das zweite Rennen.
2. Rennen
Um die Traktion zu verbessern, haben wir für das zweite Rennen noch einmal die hinteren Federn gewechselt. Ich hatte wieder einmal einen bomben Start. In der ersten Kurve hatte ich schon einen Vorsprung von vier Wagenlängen. Doch in den nächsten zwei Runden konnte Farfus das Loch zu mir wieder zufahren und ich musste mich die nächsten vier Runden richtig wehren. Ich hab versucht mich nicht verrückt machen zu lassen und am Ende der Geraden immer wieder innen angebremst um kein Loch zum Überholen aufzulassen. Ab der sechsten Runde haben die Reifen des Alfa`s dann angefangen abzubauen und ich konnte mich „Pö â Pö“ absetzten. Im Ziel hatte ich dann 1,5 Sek. Abstand und konnte das erste Rennen in diesem Jahr gewinnen.
Jetzt geht es dann bald ins Ausland. Unser nächstes Rennen findet in Curitiba in Brasilien statt. Eine Strecke, die für uns alle neu ist. Ich werde dann wieder einige Kilos Zusatzgewicht mehr mit an Bord haben, aber ich freu mich schon auf die Sonne.
Also bis bald
Euer Jörg
Foto: www.bmw.com
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