Leider kein Wunder in Macau

 

18.11.2007 - Nachdem unser Material erst am Mittwoch in der Nacht auf der Rennstrecke angekommen war, wurden die Trainings um einen Tag verschoben. Für mich war das Wochenende leider kein großer Erfolg.

 

Im ersten Rennen konnte ich von meinem 15. Startplatz nur 13. werden und im zweiten Rennen bin ich an fünfter Stelle liegend in der letzten Runde von Tom Coronel rumgedreht worden und in der Mauer gelandet. Ohne Punkte bin ich sogar noch auf den 7. Platz in der Meisterschaft abgerutscht.

Nachdem unser Material erst am Mittwoch in der Nacht auf der Rennstrecke angekommen war, wurden die Trainings um einen Tag verschoben. Für mich war das Wochenende leider kein großer Erfolg. Im ersten Rennen konnte ich von meinem 15. Startplatz nur 13. werden und im zweiten Rennen bin ich an fünfter Stelle liegend in der letzten Runde von Tom Coronel rumgedreht worden und in der Mauer gelandet. Ohne Punkte bin ich sogar noch auf den 7. Platz in der Meisterschaft abgerutscht.

Freier Test
Das erste Abklopfen der Konkurrenz stand am Freitagnachmittag auf dem Programm. Dieser zusätzliche Test fand statt, weil die Autos mit dem Flieger nach Macau kamen und wir dann immer einen zusätzlichen Funktionstest fahren dürfen. Ich konnte mich, ohne viel Risiko zu gehen, auf die sechste Position setzen.

Erstes Freies Training

Im ersten richtigen Training lief es noch ein bisschen besser. Ich war am Ende Vierter und nur 0,25 Sekunden langsamer als der Schnellste. Meine Zeit war sogar schneller als die Poleposition aus dem letzten Jahr.

Zweites Freies Training
Nach dem zweiten Training war ich nicht mehr ganz so zufrieden. Ich war nur 15. und nicht richtig zufrieden mit meiner Leistung. Der Abstand zur Spitze war auf über eine Sekunde angewachsen, was als Vorbereitung für das Zeittraining kein gutes Vorzeichen war.

Qualifying
Da ich 15 Punkte hinter Andy Priaulx und 5 Punkte hinter meinem Teamkollegen Augusto Farfus lag war ich derjenige, der den Windschatten liefern musste. Im ersten Run hab ich Andy gezogen. Nach der ersten Runde kam dann auch schon die erste rote Flagge, sodass ich keine vernünftige gezeitete Runde zusammen bekam. Mit dem zweiten und dritten Satz Reifen hab ich dann Augusto gezogen. Augusto konnte sich durch diesen Windschatten auf die vierte Position vorfahren. Für mich hat es leider nur zum 15. Startplatz gereicht. Ich hab diese Runde ohne Windschatten gefahren, was in Macau mehr als eine halbe Sekunde kostet.

Warm-up
Im Warm-up lief alles dann wieder super. Ich war zweiter und sehr konstant unterwegs, was mich wieder für das Rennen hoffen ließ.

Erstes Rennen

Der fliegende Start war OK. Ich war nach der ersten Runde zwar nur 15. konnte aber den vor mir fahrenden Felix Porteiro, der wesentlich leichter war als ich, easy folgen. Ich hab Felix einige Male angegriffen, konnte ihn aber nicht ohne Risiko überholen. Im Verlauf des Rennens sind Ivan Muller und Augusto Farfus ausgefallen und es hat mich auf Position 13 vorgespült. Aus eigener Kraft war es auch in Macau nicht möglich mit meinem Zusatzgewicht zu überhohlen und so bin ich dann auch nur auf Platz 13 ins Ziel gekommen.

Zweites Rennen
Ich konnte mich nach dem Start gleich auf Platz zehn vorschieben. In der Lisboa Kurve, das Nadelöhr nach der langen Geraden, haben sich dann einige Leute gegenseitig angeschoben und ich konnte noch mal drei Autos überholen und war auf Platz sieben in den Punkten. Alain Menü machte dann noch einen Fehler im Zweikampf und ich war Sechster. Der vor mir fahrende Rickard Rydell war etwas langsamer, hat mich aber immer wieder recht gut abgeblockt. Drei Runden vor Schluss hat er dann für mich überraschend früh gebremst und ich bin ihm mit stehenden Rädern hinten leicht aufs Auto gefahren. Ich konnte dabei aber noch an Ihm vorbeifahren und war schon Fünfter. In der letzten Runde ist mir dann Tom Coronel in der Stadt ins Auto gefahren und ich klebte an der Leitplanke, so ein Mist.

Das waren mal wieder zwei Nullrunden in Macau. So viele Nuller wie in diesem Jahr hatte ich noch nie. In der Endabrechnung der Meisterschaft sind auch noch Nicola Larini und Alain Menü an mir vorbeigerutscht und ich bin jetzt nur Siebter in der Endabrechnung der WTCC 2007.

Der Kopf wird aber nicht hängen gelassen. BMW ist wieder Fahrer und Markenmeister, wo ich auch meinen Beitrag zu geleistet habe. Es tut mir nur unwahrscheinlich leid für mein Team, die auf jeden Fall den Titel verdient hätten. Ich hab in diesem Jahr das wohl beste Auto im Feld gehabt, aber das nötige bisschen Glück hat gefehlt.

Vielen, vielen Dank an meine Jungs, an das gesamte Team Schnitzer und an BMW für das wahnsinns Material in diesem Jahr. Im nächsten Jahr greifen wir wieder an!

Liebe Grüße
Euer Jörg


Foto: BMW Motorsport