Es war ein schwieriges Rennen mit viel Regen und einer Menge Pacecar-Phasen, aber wir konnten unter schwierigen Bedingungen einen zweiten Platz nach Hause fahren.
Freies Training - Mittwoch
Ich habe das Training begonnen, um mich wieder an das Auto, die Strecke und den Verkehr zu gewöhnen. Ich bin gleich recht gut zurecht gekommen und konnte nach zwanzig Runden die zweitschnellste Zeit in unserer Klasse fahren. Das schwierigste war allerdings, der Speedunterschied zwischen den Diesel von Audi und Peugeot und uns. Ich konnte mich allerdings sehr schnell wieder an den Verkehr gewöhnen. Ich musste mir nur noch die verschiedenen Autos merken, da speziell die geschlossenen Prototypen einen sehr unterschiedlichen Speed hatten. Wir waren mit unserem Auto an zweiter Position in unserer Klasse. Freies Training - Donnerstagmorgen
Da Dirk am Mittwoch nicht zum Fahren kam und auch Tommy bis jetzt nur wenige Runden auf dem Buckel hatte, haben sich beide das Auto in dieser Stunde geteilt. Ich habe an diesem Morgen nur zugeschaut. Beide waren super schnell unterwegs und wir konnten uns so die Bestzeit in unserer Klasse sichern.
Freies Training - Donnerstagnachmittag
Ich sollte als Zweiter ins Auto. Vor mir ist Dirk noch mal ungefähr fünfzehn Runden gefahren, um einen besseren Eindruck über die Luftdruckentwicklung für das Rennen zu bekommen. Ich bin danach ins Auto, aber als ich raus sollte gab es wieder mal eine Rotphase. Ein Prototyp hatte einen schlimmen Unfall und die ganze Strecke war voller Teile. Das Training wurde abgebrochen und so konnte ich nicht mehr raus.
Nachttraining - Donnerstag
Angefangen hat Tommy für drei Runden, danach war Dirk für drei Runden dran. Wir mussten uns alle in Nachttraining für das Rennen qualifizieren. Ich bin als Dritter ins Auto und hab auf die Reifen noch mal zwanzig Runden draufgebrummt. Bevor die Konkurrenz neue Reifen aufgezogen hat, konnte ich die schnellste Zeit in der Nacht fahren. Wir sind dann aber auf Platz sechs abgerutscht, mit nur drei Zehntelsekunden Abstand zum Schnellsten in diesem Nachttraining. Das Auto war echt klasse und auch das Licht, das wir kontrolliert hatten, war gut.
Freies Training - Freitagmorgen
Da wir uns für das Qualifying vorbereiten mussten, habe ich in diesem Training nicht im Auto gesessen. Dirk sollte das Zeittraining fahren, also saß er auch die meiste Zeit im Auto. Die Abstimmung gelang Dirk echt gut und er konnte seinen Trainingseinsatz als Schnellster beenden. Zum Schluss kam für ein paar Runden noch mal Tommy ins Auto.
Qualifying - Freitag
Das Zeittraining ist dann wie geplant Dirk gefahren und er hat einen super Job gemacht. Wir waren am Ende zwar nur Vierter, aber schnellster BMW und nur 1 ½ Zehntelsekunden hinter dem schnellsten Auto in unserer Klasse.
Warm Up Samstag
Im Warm Up haben wir alle drei noch mal im Auto gesessen und konnten dabei auch noch mal unsere Fahrerwechsel probieren. Alles hat perfekt geklappt und wir waren alle drei recht zügig unterwegs.
Rennen
Das Rennen war von hauptsächlich von der Renntaktik geprägt. Den Start fuhr Tommy mit Regenreifen. Nach einer Stunde ging Dirk ins Auto, er blieb für zwei Stunden im Auto.
Ich bin als Dritter ins Auto, während einer Safetycar-Phase. Auch in meinem Stint, der am Ende zwei Stunden dauerte, gab es insgesamt drei Gelbphasen. Ich bin zuerst auf Slicks raus. Als nach ungefähr 45 Minuten meine erste Gelbphase kann, bin ich nur kurz rein und hab getankt. Wir konnte so unser Auto in Führung bringen.
Bei meiner letzten Gelbphase fing es leicht an zu nieseln. Kurz vor dem Restart hat mich das Team dann wieder rein gerufen, um auf Regenreifen zu wechseln. Direkt nachdem ich wieder auf der Strecke war, bin fing es wieder an wie aus Eimern zu schütten und das Rennen wurde erneut unter Gelb gestellt. Nach einigen Runden wurde das Rennen dann unterbrochen und alle Autos in die Boxengasse geführt. Das Rennen wurde wegen des starken Regens nicht mehr aufgenommen. Wir waren am Ende Zweiter, hinter dem Ferrari, der eine Runde vor mir auf Regenreifen gewechselt hatte.
Ich hatte ein wirklich gutes Wochenende und war mit dem Ergebnis auch echt zufrieden. Nach acht Jahren mein erstes Rennen in der American Le Mans Serie als Zweiter zu beenden war klasse.
Nächstes Wochenende sitz ich wieder im M3, dann aber beim VLN Rennen auf der Nordschleife mit meinem Team Schnitzer aus der Tourenwagen-WM. Da freu ich mich schon jetzt wahnsinnig drauf.
Als bis bald,
Euer Jörg
Foto: BMW Motorsport
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